Tierarztkosten im Überblick
Wie hoch sind die Kosten wirklich im Detail?
Zusammenfassung
Die Tiermedizin hat in den vergangenen Jahren enorme Fortschritte gemacht. MRTs, CTs, moderne Operationen, Physiotherapie oder spezialisierte Tierkliniken ermöglichen heute Behandlungen, die vor wenigen Jahren noch undenkbar gewesen wären. Gleichzeitig sind dadurch aber auch die Tierarztkosten deutlich gestiegen. Seit der Anpassung der Gebührenordnung für Tierärzte (GOT) können selbst vergleichsweise alltägliche Behandlungen mehrere Hundert Euro kosten, größere Operationen schnell mehrere Tausend Euro.
Die gute Nachricht: Niemand muss deshalb Angst vor einem Tierarztbesuch haben. Wer seinen Hund oder seine Katze frühzeitig mit einer passenden Tierkrankenversicherung absichert, macht aus unvorhersehbaren Kosten einen planbaren Monatsbeitrag und kann sich im Ernstfall voll und ganz auf die Gesundheit seines Lieblings konzentrieren.
Dein Tier wird wahrscheinlich irgendwann krank und das ist völlig normal
Jeder Hunde- oder Katzenhalter kennt dieses Gefühl.
Der Welpe oder das Kätzchen zieht ein. Alles ist neu, aufregend und voller schöner Momente. Über Tierarztkosten denkt in dieser Zeit kaum jemand nach. Warum auch? Das Tier wirkt gesund und voller Energie.
Doch genau wie wir Menschen werden auch Tiere älter. Sie verletzen sich beim Spielen, entwickeln Allergien, verschlucken Fremdkörper oder benötigen irgendwann eine Zahnbehandlung. Viele Erkrankungen entstehen zudem ganz ohne Vorwarnung.
Das gehört zum Leben eines Haustieres dazu.
Eine Tierkrankenversicherung bedeutet deshalb nicht, dass man mit dem Schlimmsten rechnet. Sie sorgt lediglich dafür, dass finanzielle Fragen nicht plötzlich wichtiger werden als medizinische Entscheidungen.
Warum Tierarztkosten heute deutlich höher sind als noch vor wenigen Jahren
Viele Tierhalter sind überrascht, wenn sie ihre erste größere Tierarztrechnung erhalten.
Das liegt nicht daran, dass Tierärzte "teurer geworden" sind, sondern vor allem daran, dass die Tiermedizin heute deutlich mehr leisten kann.
Heute gehören unter anderem selbstverständlich dazu:
・MRT- und CT-Untersuchungen
・Ultraschall
・Endoskopien
・moderne Narkoseverfahren
・Spezialkliniken
・Orthopädie
・Neurologie
・Augenheilkunde
・Krebsbehandlungen
・Physiotherapie
・Langzeitmedikation
Diese Möglichkeiten retten jedes Jahr tausenden Hunden und Katzen das Leben – verursachen aber entsprechend höhere Behandlungskosten.
Was kostet ein Tierarztbesuch heute wirklich?
Viele kleinere Behandlungen bleiben selbstverständlich bezahlbar.
Doch gerade mehrere Untersuchungen hintereinander oder ein Notfall summieren sich deutlich schneller, als viele Tierhalter vermuten.
Häufige Tierarztkosten beim Hund
Häufige Tierarztkosten bei Katzen
Diese Beträge zeigen: Selbst ein einzelner medizinischer Notfall kann die Ersparnisse vieler Haushalte übersteigen.
Die teuerste Behandlung ist oft gar nicht die Operation
Viele Tierhalter konzentrieren sich ausschließlich auf die eigentliche Operation.
In der Praxis entstehen die größten Kosten häufig durch alles, was davor und danach passiert.
Dazu gehören beispielsweise:
・Diagnostik
・Laboruntersuchungen
・Narkose
・Medikamente
・stationäre Unterbringung
・Nachkontrollen
・Verbandswechsel
・Physiotherapie
・Spezialfutter
・Schmerztherapie
Gerade chronische Erkrankungen verursachen über mehrere Jahre häufig deutlich höhere Gesamtkosten als eine einmalige Operation.
Rassespezifische Erkrankungen können die Kosten zusätzlich erhöhen
Viele Hunde- und Katzenrassen bringen leider ein erhöhtes Risiko für bestimmte Erkrankungen mit.
Beispiele:
Hunde
Labrador Retriever → Hüft- und Ellenbogendysplasie
Französische Bulldogge → Atemwegserkrankungen
Dackel → Bandscheibenvorfälle
Golden Retriever → Gelenkerkrankungen
Deutscher Schäferhund → HD und Arthrose
Katzen
Britisch Kurzhaar → Herz- und Gelenkerkrankungen
Maine Coon → Hypertrophe Kardiomyopathie (HCM)
Perserkatzen → Atemwegs- und Augenprobleme
Bengal → Herz- und Stoffwechselerkrankungen
Ragdoll → genetische Herzerkrankungen
Nicht jedes Tier entwickelt diese Erkrankungen. Dennoch sollte eine Tierkrankenversicherung solche rassespezifischen Risiken möglichst berücksichtigen.
"Ich spare lieber selbst."
Diesen Gedanken haben viele Tierhalter.
Grundsätzlich ist daran nichts falsch.
In der Praxis gibt es jedoch einen entscheidenden Unterschied:
Eine Krankheit wartet nicht darauf, bis das Sparkonto ausreichend gefüllt ist.
Wer monatlich 50 € zurücklegt, besitzt nach zwei Jahren rund 1.200 €.
Eine einzige größere Operation kann jedoch bereits 4.000 € oder mehr kosten.
Eine Tierkrankenversicherung funktioniert deshalb nicht als Sparmodell, sondern als finanzielle Absicherung für genau diese unerwarteten Situationen.
Worauf solltest du bei einer Tierkrankenversicherung achten?
Viele Tarife werben mit "100 % Erstattung".
Entscheidend ist jedoch, was genau überhaupt erstattet wird.
Achte deshalb unter anderem auf:
・unbegrenzte Versicherungssumme
・hohe Erstattung nach der GOT
・rassespezifische Erkrankungen
・Zahnbehandlungen
・alternative Heilmethoden
・Vorsorgeleistungen
・Physiotherapie
・Verhaltenstherapie
・Nachbehandlungen
・Auslandsschutz
・Kündigungsschutz durch den Versicherer
・Höhe der Selbstbeteiligung
Zwischen zwei Tarifen mit nahezu identischem Monatsbeitrag können sich Unterschiede von mehreren Tausend Euro im Leistungsfall ergeben.
Deshalb lohnt sich ein Vergleich
Viele Tierhalter suchen zunächst nach der "besten Tierkrankenversicherung".
Diese eine Versicherung gibt es jedoch nicht.
Der passende Tarif hängt unter anderem ab von:
・Hunderasse oder Katzenrasse
・Alter
・Gesundheitszustand
・gewünschter Selbstbeteiligung
・Vorsorgeleistungen
・Zahnleistungen
・persönlichen Prioritäten
Ein Labrador stellt beispielsweise andere Anforderungen an seine Versicherung als eine Französische Bulldogge oder eine Britisch Kurzhaar.
Genau deshalb lohnt sich ein objektiver Vergleich der verschiedenen Anbieter.
Eine Tierkrankenversicherung verhindert keine Krankheiten aber sie verhindert, dass finanzielle Überlegungen im Ernstfall die Behandlung deines Hundes oder deiner Katze beeinflussen.
Die moderne Tiermedizin bietet heute hervorragende Möglichkeiten, verursacht jedoch auch deutlich höhere Kosten als noch vor einigen Jahren. Wer seinen Vierbeiner frühzeitig absichert, schafft finanzielle Planungssicherheit und kann medizinische Entscheidungen nach dem treffen, was für das Tier am besten ist, nicht nach dem Kontostand.
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