Agila Tierversicherung
Zu welchen Rassen passt diese Tierversicherung wirklich?
Die Agila Tierversicherung gehört zu den bekannten Anbietern auf dem deutschen Markt. Doch ist AGILA deshalb automatisch die richtige Wahl für jeden Hund?
Nicht unbedingt.
Gerade bei einer Tierkrankenversicherung kommt es weniger darauf an, welcher Versicherer allgemein den besten Ruf hat. Entscheidend ist, wie gut die konkreten Leistungen zu deinem Hund, seiner Rasse und deinen persönlichen Anforderungen passen.
Denn ein Tarif, der für einen gesunden Mischling hervorragend funktioniert, kann für einen Hund mit erhöhtem Risiko für Gelenkerkrankungen, Bandscheibenprobleme oder brachyzephale Atemwegserkrankungen ganz anders zu bewerten sein.
In diesem Artikel schauen wir uns deshalb genauer an, für welche Hunderassen die Agila Tierversicherung interessant sein kann, wo ihre Stärken liegen und bei welchen Punkten du vor dem Abschluss besonders genau hinschauen solltest.
Agila Tierversicherung: Was macht sie grundsätzlich interessant?
AGILA bietet für Hunde einen Tierkrankenschutz an, der deutlich über eine reine OP-Versicherung hinausgeht. Je nach gewähltem Tarif können unter anderem ambulante und stationäre Behandlungen, Diagnostik, Operationen und Nachsorge abgesichert werden. Auch rassespezifische Erkrankungen können grundsätzlich zum Leistungsumfang gehören.
Interessant ist außerdem, dass AGILA grundsätzlich keine Hunderassen ausschließt. Die Beiträge unterscheiden sich allerdings abhängig von Rasse und Alter des Hundes. Das klingt zunächst nach einem großen Vorteil und ist es auch. Trotzdem lohnt sich ein genauer Blick auf die Bedingungen.
Denn „Rasse versicherbar“ bedeutet nicht automatisch, dass jede rassetypische Erkrankung sofort und ohne Einschränkungen versichert ist.
Der entscheidende Punkt: Rassespezifische Erkrankungen
Hier wird die Agila Tierversicherung besonders interessant.
AGILA nimmt grundsätzlich alle Hunderassen auf. Gleichzeitig gelten für bestimmte Erkrankungen besondere Wartezeiten von sechs Monaten. Dazu gehören unter anderem:
・Hüftgelenksdysplasie (HD)
・Ellenbogengelenksdysplasie (ED)
・Kreuzbandprobleme
・Bandscheibenerkrankungen
・Brachyzephalie
・bestimmte Erkrankungen der Wirbelsäule
・onkologische Erkrankungen
・Portosystemischer Shunt
・Meningitis
・Zwerchfellhernien
Für Hunde gelten zusätzlich mehrere orthopädische Erkrankungen wie FPC, IPA und das Radius-curvus-Syndrom als Erkrankungen mit besonderer Wartezeit.
Das ist ein wichtiger Punkt für die Auswahl.
Denn gerade bei Rassen, bei denen solche Erkrankungen häufiger vorkommen, sollte ein Hundehalter nicht nur lesen, ob die Krankheit grundsätzlich versichert ist, sondern auch, wann der Versicherungsschutz dafür beginnt und welche weiteren Bedingungen gelten.
Für welche Rassen kann die Agila Tierversicherung interessant sein?
Eine pauschale Liste mit „guten“ und „schlechten“ Rassen wäre bei einer Versicherung allerdings irreführend.
AGILA selbst gibt an, grundsätzlich alle Rassen aufzunehmen. Die individuelle Prämie richtet sich unter anderem nach Alter und Rasse.
Trotzdem gibt es einige Rassegruppen, bei denen sich ein besonders genauer Blick lohnt.
Kleine Rassen und Gesellschaftshunde
Bei kleinen Hunden können beispielsweise Zahnprobleme, orthopädische Erkrankungen oder bestimmte rassetypische Beschwerden eine Rolle spielen.
Hier sollte man deshalb insbesondere prüfen, wie umfangreich der jeweilige Tarif bei Zahnbehandlungen, Diagnostik und Erkrankungen des Bewegungsapparates ist.
Einen genauen Einblick zu AGILA und über 200 weiteren Tierkrankenversicherungen findest du hier.
Große und schwere Hunderassen
Bei größeren Hunden können Gelenk- und orthopädische Erkrankungen besonders relevant werden.
Wer beispielsweise einen Labrador Retriever, Golden Retriever, Deutschen Schäferhund oder Berner Sennenhund versichern möchte, sollte deshalb besonders genau auf HD, ED, Kreuzbandprobleme und weitere Erkrankungen des Bewegungsapparates achten.
Dackel und andere langrückige Rassen
Bei Dackeln sind Erkrankungen der Bandscheiben ein besonders wichtiger Punkt.
Da Bandscheibenvorfälle und degenerative Bandscheibenerkrankungen bei AGILA zu den Erkrankungen mit sechsmonatiger besonderer Wartezeit gehören, sollte ein Dackelhalter diesen Punkt bei der Entscheidung unbedingt berücksichtigen.
Französische Bulldogge, Mops und andere kurznasige Rassen
Bei brachyzephalen Rassen ist die Situation ebenfalls besonders interessant.
AGILA nimmt diese Rassen grundsätzlich auf, führt Brachyzephalie beziehungsweise typische Atemwegsprobleme jedoch unter den Erkrankungen mit besonderer sechsmonatiger Wartezeit.
Für Halter einer Französischen Bulldogge oder eines Mopses ist dieser Punkt deshalb wesentlich wichtiger als beispielsweise eine kostenlose Videosprechstunde oder eine besonders komfortable App.
Auch die Wartezeit sollte man nicht unterschätzen
Bei der Agila Tierversicherung gilt aktuell:
Verkehrsunfälle: Versicherungsschutz ab Vertragsbeginn.
Übrige Behandlungen und Operationen: grundsätzlich nach einem Monat.
Bestimmte besondere Erkrankungen: sechs Monate.
Für Vorsorgeleistungen im entsprechenden Zusatzschutz gibt AGILA ebenfalls keine Wartezeit an.
Gerade bei einem Rassehund sollte man deshalb nicht einfach mit der allgemeinen „ein Monat Wartezeit “ rechnen.
Wenn du beispielsweise einen Hund mit erhöhtem Risiko für HD, ED, Bandscheibenerkrankungen oder Brachyzephalie hast, kann die sechsmonatige Wartezeit für deine Entscheidung wesentlich wichtiger sein.
Ein weiterer Vorteil: hohe bis unbegrenzte Versicherungssummen
Bei der aktuellen AGILA Hundekrankenversicherung können je nach Tarif verschiedene jährliche Versicherungssummen gewählt werden, von 3.000 € über 5.000 € und 7.500 € bis hin zu einer unbegrenzten Versicherungssumme. Auch die Kostenübernahme pro Rechnung kann je nach Tarif unterschiedlich gewählt werden.
Das ist gerade bei schweren Erkrankungen relevant.
Denn eine einzelne komplizierte Operation ist möglicherweise noch kein finanzielles Problem. Schwieriger wird es, wenn anschließend Diagnostik, stationäre Behandlung, Medikamente, Nachkontrollen und weitere Therapien notwendig werden.
Eine hohe beziehungsweise unbegrenzte Versicherungssumme kann hier langfristig deutlich mehr Sicherheit bieten.
Besonders interessant bei einer OP: Was übernimmt AGILA?
Auch bei der OP-Versicherung zeigt sich ein relativ umfassender Ansatz.
AGILA nennt unter anderem:
・medizinisch notwendige Operationen
・Röntgen
・Laboruntersuchungen
・Ultraschall
・EKG
・CT
・MRT
・Diagnostik bis zu 14 Tage vor der Operation
・Medikamente
・Nachbehandlungen bis zu 30 Tage nach der OP
・Physiotherapie bis zu 30 Tage nach der OP
Die konkrete Leistung hängt natürlich vom gewählten Tarif und den jeweiligen Versicherungsbedingungen ab. Gerade die Vor- und Nachbehandlung ist ein Punkt, den viele Hundehalter beim ersten Vergleich übersehen. Denn die eigentliche Operation ist häufig nur ein Teil der Gesamtrechnung.
Wo kann AGILA gegenüber anderen Tarifen weniger passend sein?
Die Agila Tierversicherung ist nicht automatisch für jeden Hundehalter die beste Lösung. Der wichtigste Grund dafür ist: Nicht jeder Hund braucht dieselbe Art von Versicherungsschutz.
Wer beispielsweise einen besonders umfassenden Schutz für eine bestimmte Rasse sucht, sollte die Bedingungen dieser Rasse mit den Bedingungen anderer Anbieter vergleichen.
Besonders wichtig sind dabei die sechsmonatigen Wartezeiten für bestimmte Erkrankungen. Gerade bei Hunden, bei denen HD, ED, Bandscheibenprobleme, Kreuzbanderkrankungen oder Brachyzephalie relevant sind, sollte dieser Punkt in die Entscheidung einfließen.
Auch die Tatsache, dass bestehende Vorerkrankungen und damit verbundene Behandlungen ausgeschlossen sein können, ist wichtig. AGILA weist zudem darauf hin, dass angeborene Defekte und Krankheiten ausgeschlossen sind.
Das ist kein ungewöhnlicher Punkt bei Tierkrankenversicherungen aber einer, den man vor Abschluss verstehen sollte.
Agila Tierversicherung oder ein anderer Tarif?
Genau hier zeigt sich, warum ein Vergleich verschiedener Anbieter sinnvoll ist.
Ein Hund kann bei AGILA hervorragend aufgehoben sein, bei einem anderen Hund kann ein anderer Tarif aufgrund seiner Leistungen, Wartezeiten, Selbstbeteiligung oder Ausschlüsse besser passen.
Und genau deshalb sollte man nicht ausschließlich nach dem Versicherernamen entscheiden.
Vergleiche stattdessen den konkreten Tarif.
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Unser Fazit zur Agila Tierversicherung
Die Agila Tierversicherung ist vor allem für Hundehalter interessant, die einen etablierten Anbieter mit einem umfangreichen Kranken- und OP-Schutz suchen und Wert darauf legen, dass grundsätzlich alle Hunderassen versicherbar sind.
Zu den Stärken gehören die hohen bis unbegrenzten Versicherungssummen, die Abdeckung von ambulanten und stationären Behandlungen sowie die Möglichkeit, rassespezifische Erkrankungen mitzuversichern.
Der entscheidende Punkt liegt jedoch im Detail: Bestimmte Erkrankungen haben eine sechsmonatige Wartezeit, darunter einige Erkrankungen, die gerade bei bestimmten Hunderassen besonders relevant sein können.
Deshalb wäre es falsch, AGILA einfach als „beste Hundekrankenversicherung“ zu bezeichnen. Sinnvoller ist es, AGILA gegen die anderen verfügbaren Tarife zu stellen und anschließend den Tarif auszuwählen, der tatsächlich zu deinem Hund passt.
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